Verkehrsminister Peter Hanke von der SPÖ hat den ÖBB-Rahmenplan 2027 bis 2032 präsentiert. Für das Weinviertel bedeutet dieser Plan erhebliche Verzögerungen. „Was der Bund hier präsentiert, ist ein Sparprogramm zulasten unserer Region. Die Nordwestbahn ist eine zentrale Pendlerachse für den Bezirk Korneuburg, den Raum Hollabrunn und das westliche Weinviertel. Wenn der selektive zweigleisige Ausbau zwischen Stockerau und Retz weiter nach hinten verschoben wird, bremst der rote Minister die Entwicklung der gesamten Region“, so die Landtagsabgeordneten Christian Gepp und Richard Hogl.
Fahrplanstabilität und kürzere Fahrzeiten werden auf die lange Bank geschoben
Die ÖBB selbst beschreiben das Projekt als bedeutende Maßnahme für Angebotsausweitung, Fahrzeitverkürzung und höhere Fahrplanstabilität auf der Nordwestbahn. „Genau das zeigt, wie wichtig dieses Projekt ist. Es geht um mehr Verlässlichkeit für Pendlerinnen und Pendler, die gefühlt täglich mit Zugausfällen und Verspätungen zu kämpfen haben. Es geht aber auch um eine stärkere Anbindung unserer Gemeinden an Wien und die Bezirkshauptstädte“, betonen Gepp und Hogl.
Für die Planungen sind mehr als 25 Millionen Euro eingestellt. Laut bisherigem Rahmenplan sollten diese 2028 abgeschlossen sein, nun ist mit einem Planungsabschluss nicht vor 2032 zu rechnen. Von einem Bau ist im neuen Rahmenplan nicht einmal die Rede. „Dass der Bund gezwungen ist, das Budgetdefizit zu senken, ist klar. Verkehrsminister Hanke darf das größte Pendlerland Österreichs jedoch nicht zur Kassa seines Sparprogramms machen“, so Gepp und Hogl abschließend.




