Der veröffentlichte Jahresbericht der Schienen-Control GmbH für das Jahr 2025 bestätigt, was tausende Pendlerinnen und Pendler in Niederösterreich tagtäglich erleben. „Der Bericht zeigt alarmierende Pünktlichkeitswerte der ÖBB im niederösterreichischen Nahverkehr auf“, erklärt VPNÖ-Verkehrssprecher LAbg. Florian Krumböck.
Besonders kritisch ist die Situation auf der Franz-Josefs-Bahn zwischen Absdorf-Hippersdorf und dem Waldviertel, der Nordwestbahn, der Laaer Ostbahn, der Nordbahn sowie der Südbahn. Auf all diesen Strecken lag die Pünktlichkeitsquote im Jahr 2025 unter 90 Prozent. Auf der Westbahn zwischen Amstetten und St. Pölten, der Kremserbahn, der Franz-Josefs-Bahn zwischen Absdorf-Hippersdorf und Wien Franz-Josefs-Bahnhof, der Strecke Krems–Stockerau, der Flughafenstrecke Richtung Bratislava sowie der Ostbahn wurden lediglich Werte zwischen 90 und 95 Prozent erreicht.
Krumböck sieht sich damit in seiner Kritik bestätigt, die er bereits im Zuge der Budgetdebatte im Niederösterreichischen Landtag geäußert hatte. „Die ÖBB müssen die Beförderungsqualität endlich wieder in den Mittelpunkt stellen. Pendlerinnen und Pendler haben ein berechtigtes Recht auf einen verlässlichen Fahrplan und pünktliche Verbindungen“, so der Verkehrssprecher.
Besonders besorgniserregend sei, dass sich bislang keine Trendwende abzeichne. „Alles deutet darauf hin, dass sich diese enttäuschende Entwicklung auch 2026 fortsetzt. Im laufenden Jahr hat die ÖBB im Nahverkehr bislang in keinem einzigen Monat ihr eigenes Pünktlichkeitsziel von 95 Prozent erreicht. Das zeigt deutlich, dass es nicht ausreicht, laufend neue Rekorde bei den Fahrgastzahlen zu feiern – mindestens genauso wichtig ist es, die Qualität des Angebots nachhaltig zu verbessern“, betont Krumböck abschließend.




