Mit dem Gesundheitsplan 2040+ setzt Niederösterreich als erstes Bundesland Österreichs einen ganzheitlichen Rahmen für eine zukunftsfitte Gesundheitsversorgung. Gesundheit und Pflege werden dabei erstmals konsequent aus einer Hand gedacht – nicht mehr Standort für Standort, sondern als gemeinsames regionales Netz. Die Zeit des Kirchturmdenkens in der Gesundheitsversorgung ist vorbei. Auf Basis einer unabhängigen Standortfindungskommission, die 14 Grundstücke nach Kriterien aus Gesundheit, Wirtschaft und Raumordnung bewertet hat, wurde nun die neue Gesundheitslandkarte für das Weinviertel festgelegt und in der Sitzung der NÖ Landesregierung einstimmig über die Parteigrenzen hinweg beschlossen. In Hollabrunn entsteht demnach ein österreichweit einzigartiger Gesundheits- und Pflegecampus mit bis zu 290 Plätzen sowie ein modernes Ambulatorium mit umfangreichem Leistungsangebot – von tagesklinischen Operationen bis hin zu einem Frauengesundheitszentrum.
Bezirksparteiobmann LAbg. Richard Hogl: „Die Standortfindungskommission hat 14 Grundstücke nach fachlichen Kriterien und frei von politischen Zurufen bewertet. Dass die Wahl am Ende nicht auf den Bezirk Hollabrunn gefallen ist, schmerzt natürlich. Aber genau das zeigt: Gesundheitsversorgung macht nicht an Bezirksgrenzen halt, wir müssen sie vielmehr überregional denken. Die Fachleute betonen, dass mit diesem Generationenprojekt im Weinviertel auch in Zukunft – trotz steigenden Bedarfs – eine hochqualitative Versorgung sichergestellt wird. Darauf vertraue ich und möchte besonders den neuen Gesundheits- und Pflegecampus hervorheben, ein österreichweit einmaliger Schwerpunkt. Das ist ein echter Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürger in unserem Bezirk und weit darüber hinaus. Diese wichtige Entscheidung wurde in der Sitzung der Landesregierung einstimmig und im Landtag mit großer Mehrheit von SPÖ, FPÖ, NEOS und VPNÖ beschlossen. Das unterstreicht die Wichtigkeit, jetzt rechtzeitig zu handeln.“
Was in den kommenden Jahren im Bezirk Hollabrunn entsteht, ist ein in seiner Breite österreichweit einzigartiges Versorgungsangebot und eine Bestätigung des verantwortungsvollen Wegs, den Niederösterreich mit dem Gesundheitsplan 2040+ eingeschlagen hat. Gesundheit und Pflege werden nicht mehr isoliert, sondern als Teil einer funktionierenden Gesundheitsregion gedacht. Der Bezirk wird damit zu einem der wichtigsten Versorgungsstandorte im östlichen Niederösterreich. Das neue Angebot auf einen Blick:
- Gesundheits- und Pflegecampus (bis zu 290 Plätze gesamt):
- Pflege- und Betreuungszentrum mit 144 Plätzen
- Psychosoziales Zentrum mit bis zu 108 Plätzen
- Mutter-Kind-Haus mit bis zu 18 Plätzen
- Seniorentagesstätte mit bis zu 20 Plätzen
- Ambulatorium mit:
- Allgemeiner Erst- und Akutversorgung
- Zahlreichen Facharztleistungen in verschiedenen Disziplinen
- Tagesklinischen Operationen (u.a. Konisationen, Curettagen, Hysteroskopien, Laparoskopien)
- Frauengesundheitszentrum mit gynäkologischer Vorsorge, Diagnostik sowie Leistungen rund um Schwangerschaft und Wochenbett
- Primärversorgungseinheit (PVE) für allgemeinmedizinische Grundversorgung




