Nach langem Ringen wird Ballspielhalle für HTL Hollabrunn real

Ein moderner Zubau im schwebenden Design wird den Schulalltag bereichern, wie es die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) formuliert. Sie errichtet im Auftrag des Bildungsministeriums und für die Bildungsdirektion Niederösterreich eine neue Ballspielhalle für die HTL Hollabrunn. Im Beisein von Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bildungsminister Christoph Wiederkehr und Staatssekretärin Michaela Schmidt erfolgte der Spatenstich für das 10-Millionen-Euro-Projekt.

Wir brauchten viel Geduld“, eröffnete HTL-Direktor Wolfgang Bodei den offiziellen Akt der Spatenstichfeier in der Aula. Etwa 20 Jahre des Wartens hätten nun ein Ende. Nach Entwürfen, Plänen, Ideen, Diskussionen, Rückschlägen, neuen Anläufen. Der feste Wille, das Projekt nicht aus den Augen zu verlieren, habe sich bezahlt gemacht.

Umso größer sei jetzt die Freude, sagen zu können: „Es geht los!“ Die HTL Hollabrunn erhält als Zubau eine Ballspielhalle. „Ein Ort, an dem Teamgeist wachsen soll und Fairness gelebt wird – über alle Altersgruppen und Leistungsniveaus hinweg“, so der Direktor, der allen dankte, die mit Vertrauen dazu beigetragen haben, dass das Projekt nun Realität wird. Die Vorfreude auf die Eröffnung „in absehbarer Zeit“ sei schon groß.

Bodei zeigte überzeugt, dass die neue Ballspielhalle das sportliche und gesellschaftliche Leben in Hollabrunn bereichern wird und schloss mit einem „Pack mas an!“

Bürgermeister Alfred Babinsky erinnerte an das Jahr 1978, als die HTL auf Gemeindegrund errichtet wurde und seither mit der Stadtgemeinde eng verbunden ist – nicht zuletzt durch das angrenzende Studentenheim. Der Jugendsport genieße in Hollabrunn einen hohen Stellenwert, betonte der Stadtchef, der dieses Projekt genauso wie die neue Dreifachturnhalle am Schulcampus als Musterbeispiele für partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Land und Bund pries.

Bestehende Turnhalle wird barrierefrei erschlossen

„Technisch nach vorne, für alle erreichbar“, umriss der zuständige BIG-Unternehmensbereichsleiter Bernd Wiltschek das Projekt. Die Barrierefreiheit wird durch einen neuen Lift gewährleistet. Am Dach der neuen Garderoben wird ein begrünter Dachgarten als Ruhezone und Treffpunkt für die gut 1.200 Schülerinnen und Schüler geschaffen. Die bestehende Turnhalle wird im Zuge der Arbeiten technisch optimiert und barrierefrei erschlossen. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2027 geplant.

„Ein nächstes Meilensteinprojekt für Hollabrunn“, konstatierte Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und fragte in die Runde der zuhörenden Schüler, ob sich diese denn auf die neue Sporthalle freuen. Im zweiten Anlauf gelang ein Ja, das der Landesrätin laut genug war. „Die Jugendlichen werden hier einen wichtigen Ausgleich zum Schulalltag finden.“


Sport und Bildung müssen hier Hand in Hand gehen“, unterstrich Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt. Die HTL Hollabrunn stehe für Zukunftsorientierung. Der Betrieb in der Halle werde dank eines digitalen Zutrittssystems nicht mit der Schulglocke enden. Ihr selbst habe eine engagierte Turnlehrerin die Begeisterung für Faustball mitgegeben. „Das kann Lebenswege prägen.“ Die Halle werde unverzichtbar sein für Vereine. „Sport bringt Menschen zusammen.“

Abschließend war Bildungsminister Christoph Wiederkehr am Wort. „Die Turnhalle war für einige Jahr mein Lieblingsort“, erinnerte er sich schmunzelnd an seine Handballzeit. Der Sport gehöre zur ganzheitlichen Bildung, bringe Freude und sei wichtig für ein gesundes Leben. Das Projekt in Hollabrunn sei ein Vorzeigebeispiel, wie man Infrastruktur denkt und weiterentwickelt.

Eine Halle mit schwebender Anmutung

Der Entwurf des Grazer Architekturbüros pittino & ortner sieht die Errichtung eines offenen und transparenten Zubaus in direktem Anschluss an die bestehende Turnhalle vor. Architektonisches Highlight wird ein umlaufendes Fensterband, das für ausreichend natürliche Belichtung sorgt und der Halle eine schwebende Anmutung verleiht.

Eine schützende Netzfassade im obersten Bereich des Baukörpers dient als Beschattung gegen sommerliche Überwärmung. Neben der Ruhezone am Garderoben-Dach, die einen Ausblick auf das weitläufige Schulgelände sowie ins Innere der Sporthalle ermöglicht, entsteht – als Zuschauertribüne – ein neuer Hang mit Sitzstufen zum bestehenden Volleyballplatz.

Als „gelungene Kombination aus Ästhetik und Funktionalität“ beschreibt Bernd Wiltschek den Bau. Die rasche Errichtungszeit und die optimierte Bauabwicklung ermöglichen einen weitgehend ungestörten Schulbetrieb.“


Foto und Text: NÖN Hollabrunn