Wullersdorf stimmte als Erster für S3-Resolution!

Hollabrunner NÖN Wo 8

Da es beim Ausbau der S 3 zu unerklärlichen und unnötigen Verzögerungen kommt, bzw. sich bei den Bürgerinnen und Bürgern des Bezirkes Hollabrunn, insbesondere bei den hauptbetroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern von Suttenbrunn, Schöngrabern, Grund und Guntersdorf großer Unmut darüber breit macht, verfassten die vier Bürgermeister der Gemeinden, denen diese Orte angehören eine Resolution, die den raschen Verfahrensabschluss und Ausbau der S 3 fordert.

Diese Resolution soll nach dem Wunsch der vier Ortschefs Erwin BERNREITER (Hollabrunn), Ing. Herbert LEEB (Grabern), LAbg. Richard HOGL (Wullersdorf) und Mag. Roland WEBER (Guntersdorf) in jenen 19 der insgesamt 24 Gemeinden des Bezirkes beschlossen werden, deren Gemeindebürger am Weg in die Ballungszentren diesen Straßenzug benützen.
Als chronologisch erste dieser Gemeinden legte Bürgermeister Hogl dem Gemeinderat von Wullersdorf diesen Resolutionsentwurf bei der Sitzung am Donnerstag, den 08. Mai 2014 zur Beratung und Beschlussfassung vor.

Folgende Kernpunkte sollten beschlossen werden:
1. Eine rasche Öffentliche Auflage des Projektes S 3 um den Fortgang der Umweltverträglichkeitsprüfung effizient voranzutreiben
2. Im Anschluss an die Öffentliche Auflage eine rasche und zum weiteren UVP – Verfahren parallel laufende Aufnahme der Grundeinlöse - Verhandlungen, um möglichst zeitsparend an der definitiven Realisierung zu arbeiten, sowie
3. Einen raschen und umgehenden persönlichen Gesprächstermin der lokalen Verantwortungsträger (vier Bürgermeister der hauptbetroffenen Gemeinden) bei Frau Bundesministerin Doris BURES, um über eine konkreten Zeitplan zu sprechen.

Während die Mandatare von ÖVP und Bürgerliste FLR diesem Antrag Folge leisteten, argumentierte SPÖ–Parteichef GR Gerhard SKLENAR gegen diesen Resolutionsvorschlag, und warf Bürgermeister Hogl keine präzise Darstellung der Fakten vor. Er verteidigte die Verzögerungen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technik mit Erkenntnissen des Verwaltungsgerichtshofes in Sachen Lärmschutz Wieselburg, etc., etc. und rechtfertigte die Nichtauflage des UVP – Verfahrens mit angeblichen Nationalratsbeschlüssen von anno dazumal. 
„Es ist zwar unangenehm, aber es laufen ja ohnehin schon die archäologischen Grabungen“ versuchte der Sozialdemokrat den Grunderinnen und Grundern „Trost“ zu spenden, und gleichzeitig seine „Parteigenossin“ Doris Bures zu schützen.

Die ÖVP–Mandatare schüttelten nur unverständlich den Kopf, bzw. versprach Richard Hogl, sowohl als Bürgermeister als auch als Abgeordneter weiterhin voll und ganz für seine Bürgerinnen und Bürger zu kämpfen, „denn wenn wir als politische Verantwortungsträger jetzt nicht gemeinsam mit den überparteilichen Bürgerinitiativen intensiv Druck machen, sind wir um das Projekt gestorben“, so der Mandatar. Man wird sehen, wie lange die SPÖ dem Druck der Straße noch stand hält und den Ausbau der S 3 verzögern kann.