S 3-Trassenempfehlung für Abschnitt Hollabrunn Süd - Guntersdorf!

Bürgermeister der gemeinden mit Plan S3

Bgm. Ing. Herbert Leeb, LAbg. Marianne Lembacher, NR Mag. Heribert Donnerbauer, Bgm. Mag. Helmut Wunderl, Bgm. Ignaz Pimberger und Bgm. Günther Bradac mit dem Plan der Trassenführung der neuen S3

Vorteile der Ostvariante durch Nutzen-Kosten-Untersuchung bestätigt

Die Entscheidung für die Ostvariante – sie umfährt die Ortschaften Schöngrabern, Grund und Guntersdorf im Osten – beruht auf einem umfassenden Vergleich der Trassenvarianten „Ost“, „Mitte“ und „West“. Dieser wurde auf Basis von Fachgutachten und in Abstimmung mit den Anrainergemeinden erarbeitet.

 

In der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) wurden die Wirkungen aller drei Varianten in den Fachbereichen Raum und Umwelt, Verkehr und Technik sowie Kosten und Realisierungsrisiken verglichen. Große Unterschiede wurden mit dieser objektiven und genauen Methode nicht festgestellt. Alle drei Varianten könnten das für die Region vorrangige Ziel – die Entlastung der Ortsdurchfahrten im bestehenden Netz und damit eine deutliche Verringerung der Lärm- und Luftschadstoffe – ausgezeichnet erfüllen. Insgesamt ist es die Summe kleinerer Vorteile, die die Osttrasse klar als beste Lösung ausweist.

Die Vorteile der Ostvariante

Die Ostvariante verläuft entlang der Eisenbahnstrecke und verbraucht weniger Freiraum und Ackerflächen als die anderen Trassen, was im agrarisch dominierten Weinviertel besonders relevant ist. Durch die Bündelung mit der Bahn bleiben zudem derzeit lärmarme und für die Naherholung wertvolle Gebiete im Westen des Untersuchungsgebietes erhalten. Die geplanten Sicht- und Schallschutzwälle der S 3 tragen dazu bei, auch die Lärmausbreitung der Bahn zu verringern.

Die Ostvariante behindert keine geplanten Siedlungsentwicklungen oder Betriebsansiedelungen und hat auch keine Trennwirkung in Orten. Auch beim Schutz von Tierlebensräumen, Grundwasser und Wasserrechten (Hausbrunnen) und der Vermeidung von Baugrundrisiko schneidet die Osttrasse in der Bewertung am besten ab.

Im Zuge der Voruntersuchungen wurde im Bereich der Osttrasse eine neolithische Siedlung von rd. 6 ha Fläche ausgemacht. Dies stellt aufgrund zusätzlicher Aufwände für Rettungsgrabungen zwar einen Nachteil für diese Variante dar, ermöglicht jedoch die Sicherung archäologischer Funde für die Öffentlichkeit.

Zur Zeit arbeitet die ASFINAG an der Fertigstellung des Vorprojektes, das bis zum Sommer beim Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie zum §14-Verfahren eingereicht werden soll. Daran schließt nahtlos die Erstellung des Einreichprojektes an. Neben der detaillierten Planung der Straße wird dann die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) als Basis für die nachfolgende UVP erstellt.

Voraussichtlich im Herbst 2008 wird das Projekt S 3 durch das BMVIT in den Anrainergemeinden öffentlich aufgelegt. Dort haben alle BürgerInnen die Möglichkeit, in die Unterlagen Einsicht zu nehmen. Die ASFINAG wird im Zuge dieses Projektmeilensteins eine weitere Informationsveranstaltung anbieten, bei der die BürgerInnen wieder die Gelegenheit haben, sich die Planungen im persönlichen Gespräch mit den Fachplanern erläutern zu lassen.

 

Unlängst gab es dazu eine Pressekonferenz mit NR Donnerbauer und LAbg. Lembacher und den Bürgermeister der betroffenen Gemeinden. Dabei ging es um die zügige Fortsetzung des Planungs- und Genehmigungsprozesses und der Forderung eines 4-spurigen Ausbaues.

 

Der rasche Ausbau, so NR Donnerbauer, ist dringender denn je. Neben der Entlastung der geplagten Ortsdurchfahrten bringt der rasche und flüssigere Verkehr geringere Schadstoffe und eine deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit. Steigende Verkehrsfrequenzen, vor allem der LKW-Verkehr nimmt ständig zu, unterstreichen unsere Forderung für einen 4-spurigen Ausbau, unterstreicht Donnerbauer.